2007 feierte der Verein seine 100-Jahr-Feier. Am Samstag, 14. April, hielt unser früherer 2. Vorsitzender Herr Kaplan Frank Mathiowetz den Jubiläumsgottesdienst mit Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des Radsportvereins. Wir möchten uns an dieser Stelle bei ihm bedanken, dass er extra für seinen Verein aus Schweinfurt anreiste. Weiter bedanken möchten wir uns beim Musikverein "Melomania" Obernau für die musikalische Begleitung der Messe. Auch dem St. Daniels Chor aus Moskau gilt unser Dank für die zusätzliche außergewöhnliche Bereicherung des Gottesdienstes. Im Anschluss an den Gottesdienst fand in den Räumlichkeiten der "Melo" ein Ehrenabend für langjährige Mitglieder des Vereins statt. Vielen Dank an den Musikverein für die Bereitstellung seiner Räumlichkeiten und den fleißigen Helfern des Musikvereins, die sich uneigennützig um die Bewirtung unseres Vereins kümmerten. Am 16. Juni fand dann der Jubiläumsabend in der Obernauer Mehrzweckhalle statt. Die Schirmherrschaft übernahm Oberbürgermeister Herr Klaus Herzog. Der Vorstandschaft gelang es, ein hochkarätiges Programm, in dem das Kunstradfahren - gespickt mit Showeinlagen - im Mittelpunkt stand, auf die Beine zu stellen. Zahlreiche Besucher aus Obernau und Umgebung konnten in der Mehrzweckhalle an vielen Fotowänden den Verein im Wandel der Zeit erleben.

2001 empfing der Radsportverein Obernau die Mitglieder der Bundes-Ehrengilde und war Ausrichter des Bundes-Radsport-Treffens. Über eine Woche lang war Aschaffenburg und sein Stadtteil Obernau der Mittelpunkt der deutschen Radsportszene und Gastgeber der Radwanderfahrer aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz. Besonders stolz waren die verantwortlichen Ausrichter, dass selbst die neu gewählte BDR-Präsidentin Frau Sylvia Schenk es sich nehmen ließ am großen Festabend in der Obernauer Mehrzweckhalle teilzunehmen. Im Laufe des Festabends wurden Erwin Heinz und Willi Faust in die Bundes-Ehren-Gilde aufgenommen. Ebenfalls im Jahr 2001 wurden zwei Räumlichkeiten im ehemaligen Obernauer Rathaus durch Eigenleistung von ein paar Vereinsmitgliedern für den Radsportverein Obernau renoviert. Damit hat der RSV Obernau erstmals in seiner mittlerweile 95-jährigen Geschichte ein eigenes Zuhause, in welches -nach über 70 Jahren im ehemaligen Gasthaus „Zur Post“ - die drei Vereinsfahnen einziehen konnten. Neben der Ausrichtung des Bundestreffens war die vom RSV Obernau organisierte Frankenrundfahrt der sportliche Höhepunkt 2001.

2000 entstand durch Eigenleistung und finanzieller Unterstützung der Stadt Aschaffenburg das Sportgerätehaus an der Mehrzweckhalle Obernau. In der Rekordzeit von nur 2 Wochenenden wurden die Rohbauarbeiten des vom 1.Vorsitzenden Helmut Maier genehmigungsfähig entworfenen Gerätehauses durchgeführt. Neben den Vorstandsmitgliedern hatten vor allem Erwin Heinz, Werner Knaup und Jakob Maier maßgeblichen Anteil am Neubau des Gerätehauses. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 65.Geburttag wurde Jakob Maier als zweites Mitglied des RSV Obernau aufgrund seiner langjährigen Funktion als 1.Vorsitzender (15 Jahre) und seiner Verdienste um den Radsport in Obernau in die Bundes-Ehren-Gilde im BUND DEUTSCHER RADFAHRER aufgenommen. Die im Jahr 2000 neu gegründete Jazzdance-Gruppe für Kinder und Jugendliche fand sofort große Resonanz.

1999 bewarb sich der Radsportverein Obernau um die Ausrichtung des Jahreskongresses der Bundes-Ehren-Gilde und um das Bundestreffen der Radwanderfahrer. Durch die entstandenen Verbindungen zwischen dem 1.Vorsitzenden Helmut Maier und dem Bundesfachwart für das Radwandern Herrn Willi Schmidt kam es zur Bewerbung. Als erstes Mitglied des RSV Obernau wurde im November 1999 Jugendleiter Willibald Meister aufgrund seiner langjährigen Funktion als Jugendleiter (über 25 Jahre) und seiner Verdienste um den Radsport in Obernau in die Bundes-Ehren-Gilde im BUND DEUTSCHER RADFAHRER aufgenommen.

Auch die im Jahr 1999 neu gegründete Jazzdance-Gruppe setzt neue Akzente im Vereinsleben des RSV, um den jungen Müttern der starken Schüler.-und Jugendabteilung die Möglichkeit einer sportliche Betätigung anzubieten.

1994 entschloß sich der Vorstand die Kinder- und Jugendarbeit des Vereines durch die Gründung einer "Mutter/Vater/Kind-Turnen" – Gruppe neu zu beleben. Dadurch erlebte der Verein großen Zulauf durch Kinder ab ca.2 Jahren und aufwärts. Die Turnstunde war bald so überlaufen, dass man die Gruppen teilte. Der Aufwand hat sich gelohnt: Aus den Turnkindern entwickelte sich eine stattliche Gruppe 6-10 jähriger Kinder die sich wieder erfolgreich im Kunstradsport betätigt.

1992 fanden sich 12 Damen zusammen um gemeinsam Gymnastik zu betreiben.

Im Jahr 1985 war der Radsportverein Obernau Ausrichter der bayerischen Schülermeisterschaften im Kunstradfahren.

1984 wurde eine Radtouristik-Abteilung, die seit 1985 regen Kontakt mit unseren französischen Radsportfreunden aus der Aschaffenburger Partnerstadt St. Germain en Laye hat. 1986 meisterten 12 Fahrer der "Germania" in einer Non-Stop-Fahrt die 640 km weite Strecke nach St. Germain en Laye per Rad. Zahlreiche gegenseitige Besuche wurden seitdem mit den französischen Radsportfreunden ausgetauscht. Im Rahmen des 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum zwischen Aschaffenburg und St.Germain en Laye radelten 18 Fahrer im Jahr 2000 in die französische Partnerstadt in der Nähe von Paris.

1977 begann die erfolgreiche Ära des Kunstradfahrens im RSVO mit der Anschaffung von 3 Kunsträdern, die ihren Höhepunkt in einem 3. Platz bei den Bayerischen Schülermeisterschaften im Jahr 1983 durch Jürgen Meister fand. Einen weiteren 3.Platz im Kunstradfahren der Schüler erreichte 1986 Christian Rauch in Schwabach.

1973 richtete man das erste "Volksradfahren" aus.

1958 konnte der Bayerische Meistertitel im Sechser-Gruppenfahren von folgenden Fahrern nach Obernau geholt werden: Karl Rakowitz, Burkhard Reuß, Otto Fecher, Peter Becker, Alfred Huth und Ernst Hößbacher.

Am 24. Juli 1955 richtete die "Germania" die Bayerischen Straßenmeisterschaften des Bayerischen Radsportverbandes in Obernau aus. Über 400 aktive Fahrer gingen hier an den Start. Die Veranstaltung verlief dank des Hauptorganisators Helmut Kolb ohne jegliche Zwischenfälle.

Nach dem 2. Weltkrieg widmete man sich unter Federführung von Anton Gerlach hauptsächlich der Jugendarbeit. Eine "Bausteinaktion" (es konnten "Bausteine" im Wert von 3 DM erworben werden") sollte dem Verein ein solideres finanzielles Fundament schaffen. So konnte man 1949 das erste Straßenrennen nach dem Krieg durchführen.

Im Jubiläumsjahr 1927 wurden unter dem 1. Vorstand Ludwig Hößbacher eine Reigenmannschaft und eine Radballmannschaft gegründet.

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges entwickelte sich ein reges Vereinsleben, das seinen Höhepunkt im Erringen des Bundespreises beim Bundesfest in Hofstetten 1914 fand. Nach dem Krieg richtete die "Germania" 1920 das Bundesfest aus. Großen Anklang fanden auch die Straßenrennen von Obernau nach Aschaffenburg und zurück und auch das "Langsamfahren" über 400 Meter. Aushängeschild des Vereines war die Korsofahrergruppe "Elite", die zahlreiche Preise nach Hause fahren konnte.

Der Radsportverein "Germania" Obernau wurde am 27. Juni 1907 im Gasthaus "Zum Löwen" in Obernau gegründet. Der Vorstand setzte sich aus Konrad Roth (1. Vorsitzender), Franz Wolfert (2. Vorsitzender), Anton Wadel (Schriftführer), Josef Gutwerk (Kassier) und Franz Meister (1. Fahrwart) zusammen.